Schüco Fenster

Wie entsteht ein Fenster?

Bevor ein fertiges Element montiert werden kann, hat es verschiedene Stationen der Fertigung durchlaufen. Wir erklären Ihnen den Ablauf in unserer Fensterproduktion.

Living82 Schueco Fenster
Querschnitt durch ein Fenster. Zu erkennen sind Rahmen- und Flügelprofil, der Stahlkern und die Glasfüllung.

In der Regel besteht ein Kunststoff-Fenster aus vier Komponenten, die in verschiedenen Arbeitsschritten zusammengesetzt werden:

  • Das Kunststoffprofil: Zu einem herkömmlichen Dreh-Kipp Fenster mit einem Flügel gehören mindestens zwei Profile: Das Blendrahmen Profil (L-förmig) und das Flügelrahmen-Profil (Z-förmig). Hauptwerkstoff für die Produktion von Fensterprofilen ist Hart-Polyvinylchlorid, kurz Hart-PVC. Dieser Kunststoff ist thermoplastisch, lässt sich also unter hohen Temperaturen verflüssigen – eine Eigenschaft, die große Formenvielfalt bei Kunststofffenstern ermöglicht. Das flüssige Polyvinylchlorid wird in den Fabriken der Profilhersteller durch eine Formmaschine geleitet und anschließend durch Abkühlen ausgehärtet. Der Systemgeber Schüco liefert die Profile auf 6 Meter langen Stahlpaletten an das in unser Werk. Hier werden die Profile mit einer modernen Doppelgehrungssäge auf das exakte Maß und den richtigen Winkel geschnitten.
  • Der Stahlkern: Die Profile haben im Inneren einen Hohlraum, der von mehreren Kammern durchzogen ist. In den Hohlraum wird im zweiten Arbeitsschritt ein Stahlprofil eingeschoben, das vorher auf die Länge des Profils zugeschnitten wurde. Dieser Stahlkern erhöht die Stabilität des Fensters erheblich und garantiert einen sicheren Halt aller angeschraubten Bauteile. Nachdem die geschnittenen Profile den Stahlkern erhalten haben, muss eine Maschine diesen verschrauben. Im selben Arbeitsschritt führt die Maschine alle weiteren Bohrungen und Stanzungen an den Profilen aus, z.B. die Schlitze für die Entwässerung, oder die Bohrungen für den Fenstergriff. Das alles geschieht voll automatisiert und höchst präzise. Nun werden die losen Profile zu einem Fensterrahmen oder einem Fensterflügel zusammengesetzt. Die nächste Maschine verschweißt alle vier Profile zu einem Element und säubert danach die Gehrungen und Nuten von Spänen.
  • Der Beschlag: Nun kommt das Herzstück eines jeden Fensters.  Auf den Beschlagstischen werden die verschweißten Elemente durch geübte Handgriffe mit allen Beschlagsteilen ausgestattet. Dazu zählen Ecklager, Schere, Verriegelung, Schließbleche usw. Es erfolgt ein erster Test: Lässt sich das Fenster ohne Probleme öffnen und schließen? Dann geht es zur finalen Station: Der Glaslinie.
  • Das Glas: Das Herzstück des Fensters sind die Glasscheiben. Mittlerweile hat das sogenannte Floatglasverfahren alle anderen Herstellungsmethoden von Fensterglas verdrängt und sich als Standard durchgesetzt. In Glasfabriken werden die Glaskomponenten, das sind Quarzsand, Soda, Dolomit und einige weitere Rohstoffe, gemeinsam auf die Schmelztemperatur von 1600 Grad erhitzt. Dieses flüssige Glas wird dann auch als „Glasschmelze“ bezeichnet. Das flüssige Glas gleitet dann in eine 250 Meter lange und sechs Meter breite, mit flüssigem Zinn gefüllte Wanne. Dadurch, dass das Glas leichter als das Zinn ist, schwimmt die Glasschmelze wie ein Film auf der Zinnwanne. Auf einer Rollstraße wird das Glas dann kontinuierlich abgekühlt, bis es eine Temperatur von etwa 60 Grad erreicht hat. Dadurch erhält man ein glattes und verzerrungsfreier Glasband, welches dann maschinell zu Glasscheiben zugeschnitten wird.
  • Die maßgeschnittenen Glasscheiben liefert der Zulieferer auf großen Gestellen in unser Werk. Dort werden sie im letzten Arbeitsschritt mit dem Element „verheiratet“, d.h.  hier werden Rahmen und Flügel zu einem Element zusammengefügt und erhalten die Glasfüllung. Mithilfe eines Krans mit Saugvorrichtung werden die oft großen und schweren Scheiben in die Rahmen eingesetzt. Der Mitarbeiter hat hier schon Vorarbeit geleistet und die Elemente mit den nötigen Halteklötzen ausgestattet. Ist das Glas eingesetzt, fehlen nur noch die Glasleisten, welche das Glas im Rahmen halten und das Fenster optisch abrunden. Dazu schneidet eine Maschine die Leisten wieder auf Maß und Gehrung. Dann werden diese passgenau eingefügt. Fertig ist das Fenster!